Sein zehnjähriges Jubiläum feiert das Netzwerk des Christlichen Roma Fachkollegs
Das Netzwerk des Christlichen Roma Fachkollegs feierte sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Gottesdienst in der Griechisch-Katholischen Kathedrale in Debrecen. Metropolitan Fülöp Kocsis zelebrierte den Gottesdienst. Zoltán Balog, Bischof der Reformierten Kirche in Ungarn predigte, während der leitende Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Ungarn, Tamás Fabiny die Eröffnungsrede hielt.

Vor zehn Jahren wurde die Initiative, ein Netzwerk des Christlichen Roma Fachkollegs zu gründen, in die Wege geleitet. Wie Bischof Tamás Fabiny in seiner Eröffnungsrede darauf hinwies, war die Vereinbarung zwischen der Römisch-Katholischen, der Griechisch-Katholischen, der Reformierten und der Evangelisch-lutherischen Kirche ein wichtiger Schritt in Richtung Aufräumung von Ausschließung und Segregation.
In seiner Zeremonie sagte Bischof Zoltán Balog, dass Gottes Wort in jeder Situation unseres Lebens aktuell und zeitgemäß ist. „Die Welt von heute mag kein konfessionelles Benehmen oder non-mainstream Menschen. Doch in der Geschichte des Christentums bedeutet das Glaubensbekenntnis soviel, wie sich für den Glauben einzusetzen und zu verpflichten“ sagte er. „Das alles aber bedarf des Status und einer Grundlage, wie im Falle der Etablierung und erfolgreichen Betreibens des Netzwerkes des Christlichen Roma Fachkollegs“ – setzte er fort.
Bischof Balog erinnerte die Zuhörer auch daran, dass all die Aktivitäten, die 10 Jahre lang zum Alltag des Fachkollegs gehörten auch während der Pandemie nicht ein- sondern nur in den virtuellen Raum umgestellt wurden. Die Stunden, aber auch die Buchlesungen und Gedenkmalfeier wurden online gehalten und organisiert. „Genau, wie die Gemeinschaft von Alumni der Schulen, auch unsere Gemeinschaft ruft nach Solidarität und, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren, dass wir zusammenbleiben. Ungarn, als Land, braucht eine starke Roma Mittelschicht und wir glauben fest daran, dass dahinter nur eine, Christus verbundene Masse stehen kann. Deshalb ist es wichtig, dass wir zusammenbleiben und bezeugen, nicht nur was Gott in den vergangenen zehn Jahren tat, sondern was er tagtäglich tut.“
Die Gründer gedachten der Anfänge mit einer kurzen Video-Zusammenstellung, was die Gottesdienstteilnehmer*innen auch anschauen konnten. Im Film geht der Metropolitan Kocsis auch darauf ein, dass die letzten zehn Jahre es gezeigt haben, dass Roma und nicht-Roma Jugendliche miteinander arbeiten, lernen, beten und spielen können.
Seit 2011 stieg die Zahl der Kollegien, die zum Netzwerk gehören von vier auf elf. Heute werden acht davon von Kirchen betrieben. Ähnlich dazu wuchs auch die Zahl der Schüler*innen, die im Programm teilnehmen signifikant: heute gibt es 470 Jugendliche, die bereits erfolgreich graduierten.
https://www.evangelikus.hu/hireink/aktualis/fontos-evfordulo-miatt-szolt-az-imadsag
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